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27.09.07 | "Der Neue Nachtbus ist ein Erfolgsprojekt" | Fahrgastzahlen und Akzeptanz steigen
Seit Einführung des neuen Nachtbussystems im Siegerland, das die Städte Siegen, Kreuztal, Hilchenbach, Freudenberg, Netphen und die Gemeinde Wilnsdorf umfasst, haben bereits mehr als 3500 Personen das Angebot genutzt. Das ergab eine erste Analyse der Fahrgastzahlen, die sich auf die ersten sechs Wochen seit der Einführung des erweiterten Nachtbusangebotes bezieht. „Das ist ein guter Start“, freuen sich die Partner des Nachtbusses gemeinsam, zu denen neben den genannten Kommunen auch die regionalen Sparkassen, die Provinzial Versicherung, die Deka Bank und die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd gehören. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, erläutert Klaus Peter Hinne von der Provinzial Versicherung die erste Analyse der Nutzerzahlen des Neuen Nachtbusses. „Damit leisten wir einen echten und umfassenden Beitrag zur Verkehrssicherheit im Siegerland und sehen uns in unserem langjährigen Engagement für den Nachtbus wieder einmal bestätigt“. Bereits am Einführungswochenende zeichnete sich ab, dass der Neue Nachtbus nicht mit dem alten Problem zu weniger Fahrgäste zu kämpfen haben wird. Die VWS hatte alle Fahrgäste zum Kennen lernen des neuen Angebotes eingeladen, so dass alle Nachtschwärmer kostenlos mit dem Nachtbus fahren konnten. „Mit mehr als 900 Fahrgästen an einem Wochenende haben wir nicht gerechnet“, so Prof. Hermann Zemlin, Geschäftsführer der VWS. Diese Zahl zeige aber, dass im Siegerland ein Angebot wie dieses bislang gefehlt habe. Im Schnitt nutzen 450 Fahrgäste pro Wochenende das Nachtbusangebot, um abends schnell, sicher und bequem wieder nach Hause zu kommen – Tendenz steigend. Am besten angenommen wird die bereits bekannte Linie N1 zwischen Siegen und Kreuztal, die bis Anfang August die einzige Nachtbuslinie im Siegerland war. „Circa jeder vierte Fahrgast fährt mit der N1 nach Hause“, so Falk Al-Omary und André Arenz vom Trägerverein Nachtexpress. Das sei aber auch nicht überraschend, da auf dieser Strecke die meisten Menschen wohnen und diese Linie die wichtigsten Unterzentren miteinander verbinde. Auch im Tagesverkehr sei dies die „Filetlinie“ im Siegerland. Doch auch die anderen Linien erfreuen sich großer Beliebtheit und Akzeptanz. „Das Konzept, das Siegener Zentrum mit all seinen gastronomischen Angeboten und Freizeitmöglichkeiten sternförmig an die Umlandkommunen anzubinden hat sich bewährt“, so der Nachtexpress-Vorsitzende, André Arenz. Auf allen Linien stiegen die Fahrgastzahlen kontinuierlich an, was sicher auch auf die vielfältigen Marketingaktivitäten zurückzuführen sei. Als besonders attraktive Linie scheint sich die N3 zwischen Kreuztal und Hilchenbach zu etablieren. Eine Überraschung, schließlich ist die N3 die einzige Linie, bei der man umsteigen muss, wenn man nach Siegen möchte. Allerdings lassen die Zahlen gerade auf dieser Linie auch auf einen rege Frequenz zwischen den beiden Städten Kreuztal und Hilchenbach schließen. Insbesondere diese Ergebnisse werten die Nachtbuspartner auch als Indiz dafür, dass der Neue Nachtbus kein reiner Jugend- oder gar Diskobus mehr ist, sondern Möglichkeiten für alle bietet, die abends mal etwas länger unterwegs sein möchten. „Das ist gerade für uns ein wichtiger Aspekt“, erklärt Armin Benfer von der Sparkasse Siegen. „Zwar legen die Sparkassen großen Wert auf die spezielle Förderung von Angeboten für Jugendliche, aber der Nachtbus stellt eine Investition in eine optimierte regionale Infrastruktur dar, die allen hier lebenden Menschen zu Gute kommen soll.“ Dieser Leitgedanke sei für die Sparkassen der Region bei ihrem Engagement für den Nachtbus besonders wichtig. In den kommenden Wochen werden die Nachtbuspartner weitere Analysen der Fahrgastzahlen und des Nutzerverhaltens erstellen. Insbesondere nach Beginn des neuen Semesters an der Uni Siegen und zur Eröffnung des Siegener Weihnachtsmarktes rechnen die Beteiligten mit weiter steigenden Fahrgastzahlen. „Mit den regelmäßigen Nutzeranalysen wollen wir auch Erkenntnisse gewinnen, um das Angebot noch attraktiver zu machen“, so Al-Omary abschließend. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen im Rahmen einer Nachtbuskonferenz den Kommunen vorgestellt. Bis dahin werden weitere Zahlen und Tendenzen vorliegen. Allerdings sei allen Nachtbuspartnern besonders wichtig, wie die Nutzer die Nachtbus-Verkehre einschätzen. Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge können jederzeit unter www.der-nachtbus.de platziert werden. Auf dieser Website können Interessierte auch zahlreiche weitere Informationen und die aktuellen Fahrpläne bekommen. |
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