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09.01.08 | Entscheidung für Nachtbussystem hat sich gelohnt
Zufriedenheit bei Fahrgästen, Kommunen und Sponsoren "Die Entscheidung für den Nachtbus im Siegerland hat sich gelohnt." In dieser Aussage waren sich alle beteiligten Partner einig, die kürzlich zu einer gemeinsamen Nachtbuskonferenz in den Räumen der Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS) zusammenkamen. Insbesondere die Vertreter der sechs beteiligten Städte und Gemeinden Siegen, Kreuztal, Freudenberg, Hilchenbach, Netphen und Wilnsdorf äußerten sich positiv zum erweiterten Nachtbusangebot, das die jeweiligen Ortszentren immer freitags und samstags zwischen 0.00 Uhr und 3.00 Uhr miteinander verbindet. Für die Bürgerinnen und Bürger werde mit dem Nachtbus ein attraktives und kostengünstiges Angebot gemacht. Dieser Meinung ist auch Provinzial-Bezirksdirektor Jürgen Harttmann. Er ergänzte, "dass der Nachtbus sich damit vor allem auch bei den jungen Nachtschwärmern inzwischen etabliert hat und ihnen einen sicheren Heimweg ermöglicht." Ihm läge besonders der Aspekt der Verkehrssicherheit und Unfallverhütung am Herzen. Auch die regionalen Sparkassen zeigten sich sehr zufrieden mit dem Erreichten. "Der Nachtbus ist gut für die Region. Er nutzt sowohl jüngeren als auch älteren Menschen und leistet überdies einen Beitrag für die regionale Wirtschafts- und Kulturförderung", so Armin Benfer, Pressesprecher der Sparkasse Siegen. Zu einer lebendigen Region mit zahlreichen Angeboten in Gastronomie, Kultur und Freizeit gehöre einfach auch ein solches Angebot. Das scheinen auch die Nachtbusnutzer so zu sehen. Seit Einführung des Nachtbusses stiegen die Fahrgastzahlen kontinuierlich an. In den ersten vier Monaten des neuen Nachtbusangebotes haben bereits mehr als 9000 Menschen den Nachtbus genutzt – das entspricht einer durchschnittlichen Fahrgastzahl von ungefähr 550 Personen pro Wochenende. Tendenz: weiter steigend. Die Nutzerzahlen werden monatlich durch die VWS erhoben und enthalten detaillierte Informationen über die Auslastung der einzelnen Linien an den jeweiligen Wochenenden und –tagen sowie die Verteilung der Fahrgäste auf einzelne Umläufe. Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang die Linie N1 zwischen Siegen und Kreuztal, die auch tagsüber die Hauptachse bildet. „Auf dieser Linie erreichen wir 37% aller Fahrgäste“, so Falk Al-Omary, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins Nachtexpress. Überraschend für alle Beteiligten ist der Erfolg der Linie N3 zwischen Kreuztal und Hilchenbach, auf der 17% aller Fahrgäste verkehren. Hier werde deutlich, dass nicht Entfernungen ausschlaggebend seien für ein attraktives Busangebot, sondern vielmehr eine optimale Vertaktung und kurze Umsteigezeiten. Die weiteren Verbindungen zwischen Siegen, Freudenberg, Netphen und Wilnsdorf werden ebenfalls stark genutzt. Die Quoten liegen hier jeweils bei zehn bis 15 Prozent des Fahrgastaufkommens. „Der Nachtbus ist kein Jugend- oder Diskobus, sondern ein Angebot für Menschen jeden Alters, die abends mal länger unterwegs sein möchten“, erklärt Falk Al-Omary. Dennoch merke man deutlich, dass viele junge Menschen den Nachtbus als Alternative erkennen und nutzen. Dieser positive Trend gelte für alle Linien und Umläufe des Nachtbusses. Eine Tendenz, die auch seitens der VWS und deren Nachtbusfahrern bestätigt wird. Seitens der Fahrgäste und der Kommunen werden aber auch zahlreiche Verbesserungsvorschläge gemacht, um das Angebot noch interessanter und attraktiver zu machen. So sollen weitere Ortsteile der bereits beteiligten Kommunen angebunden werden. Darüber hinaus gebe es den Wunsch, den Nachtbus künftig auch ins südliche Siegerland zu führen und die Gemeinden Neunkirchen und Burbach an das System anzubinden. „Wir werden hier alles tun, was sinnvoll und finanzierbar ist“, betont Prof. Hermann Zemlin als Geschäftsführer der VWS. „Der Nachtbus ist uns wichtig und schließt endlich eine verkehrliche Lücke im Siegerland.“ Entscheidend für sämtliche Erweiterungswünsche sei aber, dass eine echte Nachfrage gebe und die Finanzierung gesichert sei. Um ein Angebot auch für das südliche Siegerland zu schaffen, bedürfe es noch zahlreicher Gespräche mit der Busverkehr Ruhr-Sieg, den beiden Gemeindeverwaltungen und nicht zuletzt mit den potentiellen Sponsoren. „Ohne die privaten Sponsoren, die regionalen Sparkassen, die Provinzial Versicherung und der Deka Bank hätten wir das nicht erreichen können“, betont der Nachtexpress-Vorsitzende André Arenz abschließend. Deren Unterstützung ginge weit über das normale Engagement privater Unternehmen hinaus und zeige, wie wichtig diesen der Nachtbus und die Region sei. Auch lobte Arenz die Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Verkehrsbetrieben: „Der Nachtbus ist ein partnerschaftliches Netzwerk für die Menschen in der Region. Nur gemeinsam konnte erstmals ein attraktives Gesamtangebot gemacht werden, das den Bedürfnissen der Fahrgäste entspricht und das Potential für ein langfristiges Serviceangebot hat.“ Die Fahrpläne der einzelnen Linien sowie weitere Informationen rund um den Nachtbus und die beteiligten Partner können Interessierte unter www.der-nachtbus.de abrufen. |
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